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Eine der wesentlichen Erkenntnisse aus #Törn2 war, dass es an der Zeit ist mit der Segelausbildung zu beginnen, um die Abläufe an Bord besser zu verstehen und aktiver am Bordleben teilnehmen zu können. Also beschäftigte ich mich mit der Frage: Welche Ausbildungen gibt es und wie kann ich diese machen?
Eine Recherche im Internet führte mich auf die Seite segeln-lernen.de.

Als Ergebnis beschloss ich den Sportbootführerschein See (SBF-See) und anschließend den Sportküstenschifferschein (SKS) zu machen. Wenn man diese beiden hat, kann man den Sportbootführerschein Binnen (SBF-Binnen) in einer sehr vereinfachten Prüfung ablegen.
Da ich mit dem Skipperteam bei meinem letzten Törn gute Erfahrungen gemacht habe und diese auch Ausbildungstörns anbieten, buchte ich für eine Woche im Mai 2016 den Ausbildungstörn SBF-See in Flensburg mit anschließender Prüfung in Lübeck.

Einige Wochen vor Beginn des Törns bekam ich vom Skipperteam das Lehrbuch Sportbootführerschein See von Heinz Overschmidt und Axel Brak* zugeschickt, zusammen mit der Empfehlung schon mal einen Blick in das Buch zu werfen.

Lehrbuch Sportbootführerschein See
Sportbootführerschein See

Bis zum Beginn des Törns, hatte ich das Buch auch schon einmal durchgearbeitet. Außerdem habe ich mir die App SBFS von Matthias Wimmer, welche komplett kostenlos ist, auf dem Smartphone installiert. Damit lassen sich die Multiple Choice Fragen des SBF-See sehr gut lernen. Vielen Dank dafür!

An Bord bekam dann jeder Teilnehmer noch sein Navigationsbesteck*, bestehend aus dem Marinezirkel, einem Kursdreieck und einem Anlegedreieck.

Navigationsbesteck
Navigationsbesteck

Die gesamte Crew war hoch motiviert und alle wollten unbedingt die Prüfung bestehen. Der Skipper berichtete uns von dem letzten Ausbildungstörn, dass hier jemand mit der Einstellung “Mut zur Lücke” und “Ich mache hier Urlaub und möchte auch etwas Spaß haben” an Bord war. Er war dann auch der Einzige, der die Prüfung nicht geschafft hat. Und, obwohl wir uns ständig gegenseitig zum Lernen motivierten, kam der Spaß nicht zu kurz.

Hauptsächlich haben wir das Manöver „Mann über Bord“ (MOB) unter Maschine geübt und uns vor allem den Navigationsaufgaben gewidmet. Die Prüfungsfragen haben wir mithilfe der App in jeder freien Minute gepaukt. Da wir in der Woche wenig Wind hatten und Segeln ohnehin nicht Prüfungsrelevant ist, haben wir wenig Strecke gemacht und viel Zeit mit lernen und üben der Navigation verbracht. Der Tag begann in der Regel nach dem Frühstück mit Theorieunterricht, dann ein kurzer Segeltörn mit MOB Manövern unter Motor und üben der Seemannsknoten. Abends dann wieder eine Einheit Theorie.

Am Freitag vor der Prüfung sind wir gemeinsam nach Lübeck gefahren, wo wir das MOB Manöver auf dem Prüfungsboot trainierten, sowie Kursgerechtes Aufstoppen und Anlegen. Wobei das Anlegen lediglich daraus bestand, bis zur Hälfte in eine Box zu fahren und dort das Motorboot zum Stehen zu bringen. Außerdem wurde die Handhabung des Handpeilkompass geübt.

Am Samstagmorgen haben wir dann gemeinsam mit ca. 80 anderen Prüflingen die Prüfung, bestehend aus Theorie- und Praxisprüfung, absolviert.

Abgesehen von einem Crewmitglied, welches wegen einer Rot-Grün-Blindheit nicht zur Prüfung zugelassen wurde, haben wir alle die Prüfung bestanden und traten am Samstag stolz die Rückreise mit dem SBF-See in der Tasche an.

Fazit

Ein gelungener Törn mit dem gewünschten Ergebnis. Will man nur den Schein machen, geht dies sicher auch einfacher und kostengünstiger. Wer die Ausbildung jedoch mit einer Woche auf See verbinden möchte und zusätzlich etwas Seemannschaft lernen mag, ist hier gut aufgehoben.


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(*) = Affilinatelink

Lars Matti

Pfälzer (kann man ja eigentlich nur durch Geburt werden) mit Migrationshintergrund aus Anhalt der versucht Ordnung in das Chaos zu bringen.

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