• Beitrag veröffentlicht:21. November 2020
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Ende 2016 erhielt ich eine Mail von Thomas, den ich auf dem #Törn2 kennengelernt habe. Er berichtete, dass er nun eine eigene Yacht besitzt. Der stolze Yachteigner lud mich ein, ihn auf einen seiner Törns zu begleiten. Ein Angebot, das ich nur zu gerne annahm. Und so machte ich mich am 20.05.2017 um 0200 auf den Weg nach Palma de Mallorca, wo ich an Bord der PlanB, einer 2006 gebauten Hanse 400, gehen würde, um in den nächsten 14 Tage von Mallorca über Sardinen nach Sizilien zu segeln.

17.05.2017 – Erster Kontakt zur Crew und erste Fragen

Thomas hatte für den Törn eine WhatsApp Gruppe eingerichtet, über die drei Tage vor dem Abflug folgende Nachricht kam:

Hallo Thomas, hast du für jeden von uns eine Rettungsweste an Bord oder sollen wir unsere Eigene mitbringen? Ich frage, weil Peter (Peter hatte ich ebenfalls auf dem #Törn2 kennengelernt) letztes Mal am Flughafen Probleme bei der Sicherheitskontrolle mit seiner Weste hatte.


ALARM!
Was ist, wenn nicht genügend Rettungswesten an Bord sind? Bisher bin ich nur auf gewerblich genutzten Yachten mit Abnahme der BG-Verkehr gesegelt. Für private Yachten gelten deren strenge Auflagen nicht.
Also erstmal ab ins Neuland und nach Rettungswesten recherchieren.
Nach 2 Stunden hatte ich eine solide Wissensbasis über die verschiedenen Rettungswesten. Ihre Vor- und Nachteile, insbesondere was der Unterschied zwischen den verschiedenen Auftriebsklassen ist.
Nach einer weiteren Stunde stand fest: Ich würde morgen nach Mannheim zu AWN fahren und mir eine Rettungsweste* kaufen.
Später kam dann die erlösende Nachricht von Thomas, dass ausreichend Rettungswesten an Bord vorhanden sind. Mein Entschluss mir eine eigene Rettungsweste zuzulegen stand jedoch bereits fest.

18.05.2017 – Komplettierung meiner Segelausrüstung um eine Rettungsweste

Nach meinen Recherchen vom Vortag stand fest: Ich würde mir eine Rettungsweste mit einem Auftrieb von 275N kaufen. Auch was die Marke anging, hatte ich mich bereits auf eine Weste von Secumar* festgelegt. Lediglich beim Modell war ich noch unschlüssig, ob es wirklich die SCOUT* werden sollte. Und dann war da natürlich noch die Frage, was im Geschäft überhaupt vorrätig ist.
Nach einer kurzen Beratung durch den Verkäufer entschied ich mich für die SURVIVAL 275 DUO POTECT*. Die beiden letzten SURVIVAL 275 wurden leider direkt vor meiner Nase verkauft.

20.05.2017 – Anreise nach Palma de Mallorca

Die Anreise erfolgte mit Ryanair ab Frankfurt Hahn. Ich entschied mich mit dem Auto nach Hahn zu fahren und dieses vor Ort für 14 Tage zu parken.

Das Hotel zur Morschbach bietet an, das Auto sicher abzustellen und zusätzlich einen Shuttleservice zum Flughafen sowie zurück zum Auto.

Meine Rettungsweste hatte ich im Handgepäck verstaut und mich auf Diskussionen mit dem Sicherheitspersonal vorbereitet. Die Weste an sich ist unkritisch. Problematisch sind die CO2 Patronen zum Aufblasen der Weste, was bei der Menge des enthaltenen CO2 unlogisch ist. Hinzu kommt, unter jedem Sitz im Flugzeug liegt eine Rettungsweste welche mit CO2 Patronen aufgeblasen wird. Positiv überrascht passierte ich die Sicherheitskontrolle ohne Probleme. Auf späteren Flügen sollte sich das Passieren der Sicherheitskontrollen mit Rettungsweste schwieriger gestalten. Zum 01.01.2019 wurden die Gefahrgutbestimmungen überarbeitet. Damit sollte es künftig einfacher werden eine Rettungsweste im Flugzeug mitzunehmen.

Ankunft an der PlanB

Gegen 1030 traf ich, völlig übermüdet aber glücklich darüber, dass die Anreise wie geplant verlief, an der PlanB ein.
Nachdem ich meine Sachen in der Kabine verstaut hatte, machte ich ein Nickerchen im Cockpit. Unter Deck war es mir einfach zu warm.
Die PlanB lag in der Marina Club Náutico El Arenal, nicht weit vom Ballermann. Den wollte ich mir natürlich vor Ort ansehen.

Spaziergang zum Ballermann

Meinen Spaziergang zum Ballermann 6 habe ich sehr genossen. Ich muss sagen die Platja de Palma ist sehr schön.

Platja de Palma

Je näher ich dem Ballermann 6 kam, umso bunter wurde das Treiben. Junggesellinnen- und Junggesellenabschiede zogen bunt verkleidet und nicht selten mit Sexspielzeugen dekoriert an mir vorbei. Etliche waren trotz der frühen Stunde (es war gegen 13 Uhr) schon oder noch am Feiern. Alles in allem ein total lustiger und friedlicher Haufen ausgelassen feiernder Menschen. Und es wurde durchgängig in allen Dialekten Deutsch gesprochen. Faszinierend!

Im Laufe des Nachmittags traf der Rest der Crew (ein Pärchen und mein Kojennachbar) an Bord ein.
Abgerundet wurde der erste Tag durch ein schönes Abendessen an Land.

21.05.2017 bis 24.05.2017 – Überfahrt nach Sardinien

Nachdem die Einkäufe erledigt und die obligatorische Sicherheitseinweisung durchgeführt war, hieß es um 1127 Leinen los Richtung Sardinien. Für die Überfahrt waren 3 bis 4 Tage geplant. Also hat der Skipper einen Wachplan erstellt. Eine Wache dauerte jeweils 4 Stunden. Es waren immer zwei gleichzeitig auf Wache. Thomas hatte die Wachen so eingeteilt, dass immer einer von uns zwei Freiwachen hintereinander hatte. Dadurch wechselte die Zusammensetzung der Wachen ständig und es war jeder mit jedem auf Wache.

Nach einem Tag auf See hatten wir uns alle an den Wachplan gewöhnt, welcher das Leben an Bord bestimmte. Zum Segeln war der Wind meistens zu schwach und kam aus der falschen Richtung, also direkt von vorn. Deshalb fuhren wir die ersten zwei Tage meistens unter Motor. Ab dem 23.05.2017 um 0600 konnten wir endlich Segeln, was den großen Vorteil hatte, dass das monotone Brummen des 40 PS Yanmar Dieselmotors neben meiner Koje verstummte.
Während meiner Wache am 24.05.2017 von 0600 bis 1000 beobachtete ich einen wunderschönen Sonnenaufgang über Sardinien. In einigen Stunden würden wir Land erreichen und mein erster Blauwassertörn enden.

Sonnenaufgang über Sardinien

24.05.2017 – Ankunft in Cagliari

Gegen 1500 machten wir in der Marina St. Elmo auf Sardinien fest. Und mein sehnlichster Wunsch nach einer ausgiebigen Dusche ging in Erfüllung. Nach 3 Tagen auf See schaukelte die Duschkabine gemütlich um mich herum, während ich das warme Wasser genoss. Jetzt verstand ich auch warum einige Segler nach einem längeren Törn Landkrank werden. Nach einer Weile hatte mein Gleichgewichtssinn akzeptiert, dass “dieses Land” nicht schaukelt. Damit hörte Sardinien auch auf zu wackeln und ich konnte die Landschaft ungestört auf mich wirken lassen.
Wir ließen den Tag bei einem leckeren Sardischen Essen und Wein in Cagliari, der Hauptstadt von Sardinien, ausklingen.

25.05.2017 – Cagliari erkunden

Am Morgen haben wir klar Schiff gemacht und das Großsegel zum Ausbessern an den Segelmacher übergeben.  Den Rest des Tages verbrachten wir damit, die Stadt und seine Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Von der Marina kommend, mussten wir an der Piazza Vittime Del Moby Prince zwei nebeneinander liegende, vierspurige Hauptverkehrsstraßen überqueren. Und das ohne Ampel oder Überführung, sondern über einen 40 Meter langen Zebrastreifen.
Danach trennte uns nichts mehr von der Altstadt von Cagliari und seinen Sehenswürdigkeiten. Besonders zu empfehlen ist die Bastione Saint Remy und das Castello Viertel.

26.05.2017 – Segeln im Golf von Cagliari

Gegen Vormittag brachte der Segelmacher das Großsegel zurück an Bord. Nachdem wir es wieder angeschlagen hatten, testeten wir es im Golf von Cagliari. Der Wind war herrlich und die Sonne brannte auf uns hernieder. Bei diesem entspannten Segeln merkte ich die Anstrengungen der letzten Tage. Nach einer Stunde Schlaf in meiner Koje war ich wieder fit.

27.05.2017 – Aufbruch nach Marina di Villasimius

Segeln ist gefährlich, denn es kann süchtig machen. Und bei dem ersten Törn entscheidet sich oft, ob man es liebt oder hasst. An diesem Tag ging mein Kojennachbar planmäßig von Bord. Damit endete sein erster Törn und der Segelvirus hatte ihn leider nicht infiziert. Jedenfalls schien er froh zu sein dieses Erlebnis hinter sich lassen zu können. Ein Strecken-Törn mit zwei Tagen ununterbrochenen Motoren ist natürlich für den ersten Törn auch eher suboptimal und nicht zu vergleichen mit gemütlichen Buchtenbummeln oder kleinen Tagesetappen, bei denen man jeden Abend in einer Marina fest macht.

Um 1030 legten wir ab und segelten gemütlich die 20 Seemeilen zur Marina di Villasimius, wo wir um 1700 festmachten.
Hier gibt es eine Lagune mit einem wunderschönen Sandstrand. Die Marina selbst ist auch modern und gut ausgestattet. Die Gaststätte in der Marina kann ich nicht empfehlen, denn der Service war schlecht und mein Steak war extrem zäh. Es stammte scheinbar von einem Tier, das nach einem langen und erfüllen Leben an Altersschwäche gestorben ist.

Strand von Villasimius

28.05.2017 – Auf nach Sizilien

Um den Tag optimal zu nutzen, legten wir bereits um 0600 mit Ziel Sizilien ab. Um 0700 frühstückten wir gemütlich an Bord und genossen das gute Wetter sowie den passenden Segelwind. Wir waren nun zu viert unterwegs und haben deshalb den Wachplan angepasst. Die Tagwache übernahm nun jeweils einer von uns alleine, die anderen waren ja ohnehin im Standby. Nachts waren dann wider zwei von uns pro Wache eingeteilt. Nachmittags begleitete uns eine Delphinschule ein Stück, bis sie das Interesse an uns verloren und ihrer Wege zogen.

29.05.2017 – Land in Sicht

Gegen 0500 schlief der Wind ein und es kam wieder die Eiserne Genua zum Einsatz. Bereits um 0600 konnten wir Sizilien am Horizont ausmachen. Eine Stunde später auf Höhe von Marettimo, einer vorgelagerten Insel, kehrte der Wind zurück und wir stoppten die Maschine. Gemütlich segelten wir weiter nach Favignana, wo wir um 1100 anlegten.

Ankunft in Favignana

Favignana ist eine sehr schöne beschauliche Insel mit wunderbar kristallklaren Wasser.
Als wir in den Hafen einliefen, wurden wir freundlich von Gigi begrüßt. Er lotste uns zu seinem Anleger und kassierte die Liegeplatzgebühr. Danach stellten wir fest, dass es bei Gigi weder Wasser noch sanitäre Anlagen gab und Strom nur über ein Notstromaggregat, um die Batterien aufzuladen, für maximal eine Stunde verfügbar war.
Bei einem gemeinsamen Rundgang durch den Ort entdeckten wir, dass Favignana seinen Wohlstand dem Thunfischfang zu verdanken hatte.
Der Tunfisch wurde nicht auf See, sondern bei der Mattanza gefangen. Vor der Insel wurde ein System von Netzen verankert. Dieses leitete die an der Insel vorbeiziehenden Thunfischschwärme direkt in den Hafen zur örtlichen Thunfischfabrik um. Hier wurden die Fische dann aus dem Wasser gezogen und verarbeitet.

Ausflug auf Favignana

Die Anderen beschlossen den örtlichen “Berg” Monte Santa Caterina, ein Hügel von 314 m Höhe, zu besteigen. Ich zog es vor auf Meeresniveau zu bleiben und dem Stand neben der ehemaligen Thunfischfabrik einen Besuch abzustatten. Außerdem hatte ich in Erfahrung gebracht, dass es hier eine Dusche gab, auf die ich mich schon sehr freute.

Am Strand liegend machte ich folgende Beobachtung: Drei Badegäste gingen den Strand entlang und sammelten die wenigen angeschwemmten Abfälle ein. Dieser Einsatz beeindruckte mich sehr, hatte ich doch bisher bei der Bevölkerung einen eher entspannten (um das Wort gleichgültigen zu vermeiden) Umgang mit dem Thema Abfall beobachtet. Ohne viel Tamtam, gingen die Drei nach dem Baden den Strand entlang und sammelten ein was sie sahen. 30 Minuten später waren sie bereits mit dem gefundenen Müll auf dem Heimweg. Wie sauber wären unsere Strände, wenn jeder auf dem Heimweg etwas vorgefundenen Abfall mitnehmen würde?

Nachdem die Crew von ihrer Bergtour zurückgekommen war, gingen wir gemeinsam in den Ort zum Abendessen. Zum Abschluss des schönen Tages genehmigten wir uns noch einen Sundowner in einer Bar nahe der Piazza Madrice. In Summe war es ein sehr schöner Aufenthalt und ich habe auch noch schöne Souvenirs für die Familie bekommen.

Blick aus den Hafen von Favignana auf die Thunfischfabrik und den Monte Santa Caterina

30.05.2017 – Wir setzen über nach Trapani

Um 1030 verließen wir Favignana und setzen Kurs auf Trapani, wo wir um 1330 festmachten.

Trapani ist eine große Garnisonsstadt an der Nordwest Küste von Sizilien. Als alle Formalitäten in der Marina Vento Di Maestrale erledigt waren, gingen wir auf eine erste Erkundungstour in den Ort. Schnell wurde uns klar, dass Trapani gegenüber dem sauberen und einladenden Favignana ein extremer Kontrast ist.

Offensichtlich gab es Schwierigkeiten mit der Müllabfuhr. In der ganzen Stadt lagen oder hinge an langen Schnüren die Müllbeutel an den Gebäuden. Teilweise hatten diese ihren Inhalt bereits auf dem Gehweg entleert. Davon abgesehen gibt es in Trapani viele beeindruckende Gebäude, welche von der langen Geschichte der Stadt zeugen, zu entdecken. Wenn Straßen, Wege und Plätze reden könnten …

Zurück an Bord stellten wir sehr schnell fest, dass neben uns eine Yacht mit einer Gruppe 15 bis 16-Jähriger lag. Eine gute Idee für einen Schulausflug. Leider war das ganze auch mit einer entsprechenden Lautstärke verbunden, wobei nicht die Jugendlichen den Lärm verursachten, diese waren erstaunlich diszipliniert für ihr Alter, sondern der Permanent “Ragazi” schreiende Skipper.

31.05.2017 – Lecker Fischessen und Weiterfahrt nach San Vito lo Carpo

Am Vortag war uns bereits aufgefallen, dass direkt neben der Marina ein Fischmarkt ist. Hier hatten an diesem Tag einige Händler ihre Stände aufgebaut und boten neben Fisch auch Gemüse usw. an. Thomas nutzte die Gelegenheit und kaufte Gambas, welche er zum Frühstück zubereitete. Daraufhin beschlossen wir auch unser Mittagessen vom Markt zu kaufe. Es würde Thunfischsteak geben.
Also gingen er und Stephan erneut zum Markt und kamen mit einer 2 kg Scheibe Thunfisch zurück, welche Thomas zum Mittagessen zubereitete. Das mit Abstand bisher leckerste Thuna Steak, das ich je gegessen habe.

Der nächste Törn

In einem Monat wollte Thomas von Sizilien nach Griechenland weiter und für diesen Törn fehlten ihm noch erfahrene Deckshände. Er bot uns an, für die Überführung nach Griechenland wieder an Bord zu kommen. Ich war noch nie in Griechenland und hatte noch genügend Urlaub. Also sagte ich zu und freute mich schon auf #Törn6.

San Vito Lo Carpo

Nach dem Mittagessen verließen wir Trapani Richtung San Vito Lo Carpo, wo wir um 1545 an einem Schwimmsteg festmachten und den Rest des Tages am Strand verbrachten.

Strand von San Vito lo Carpo

01.06.2017 – Zügige Abreise aus San Vito Lo Carpo nach Palermo

Bereits am Vortag beim Festmachen war uns aufgefallen, dass der uns zugewiesene Liegeplatz recht flach war. Der Marinero beruhigte uns, dass wir mit unseren 2,1 m Tiefgang hier keine Probleme bekommen würden. Leider war über Nacht der Wasserstand weiter gefallen und wir hatten noch 10 cm Wasser unter dem Kiel. Den anderen Yachten am Schwimmsteg ging es ähnlich und so verließen wir alle am Morgen recht zügig die Marina.

Ankunft in Palermo

Unser nächstes und letztes Ziel war Palermo, wo dieser Törn enden sollte.
Um 1830 machten wir in der Marina Palermo – Nautica Galizzi fest.
Der Marinero trieb uns zur Eile, weil er um 19 Uhr das Büro verlassen muss. Ein etwas ungewöhnliches Verhalte, denn bisher waren die Marineros eher sehr entspannt unterwegs.
Den Grund sollten wir wenig später herausfinden.

Vor dem Stadtbummel mit der Polizia verhandeln

Als alle Formalitäten erledigt waren und nachdem alles verstaut war, machten wir uns Landfein. Anschließend brachen wir Richtung Stadt auf, aber wir kamen nicht weit. Bereits nach 200 m stießen wir auf eine Straßensperre der Polizia di Stato.
Auf dem naheliegenden Festgelände fand ausgerechnet heute ein Konzert von Paul Kalkbrenner statt. Weil erst zwei Wochen zuvor in London ein Terroranschlag verübt wurde, hatte man das Gelände weiträumig abgeriegelt. Leider war die abgeriegelte Straße, vor dem Konzertgelände, die einzige Möglichkeit in die Stadt zu gelangen.

Nachdem wir dem Befehlshabenden erklärt hatten, das wir von der Marina kommen und nur in die Stadt wollen, ließ man uns passieren. Keine 50 m weiter war eine zweite Straßensperre. Diesmal von der Polizia Municioale. Da diese mitbekommen hatten, dass wir das Okay der Polizia di Stato hatten, ließ man uns durch. An der darauffolgenden dritten Absperrung durch die Carabinieri wäre unser Ausflug und damit unser Abendessen fast gescheitert. Nach einigen Diskussionen und dem Eingreifen des Befehlshabenden der Polizia di Stato, durften wir jedoch passieren.
Nachdem wir am Eingang zum Konzertgelände vorbei waren, wiederholten sich die Absperrungen in umgekehrter Reihenfolge. Da wir vom Gelände kamen, konnten wir sie ungehindert passieren. Die Beamten waren sichtlich irritiert, da sie nicht mit Passanten aus dieser Richtung gerechnet hatten.

Den Abend verbrachten wir in der Stadt, schlenderten durch die Gassen und ließen die Atmosphäre von Palermo auf uns wirken.
Als wir zur PlanB zurückkehrten, war das Konzert noch im Gange. Jedoch wurden wir zum Glück sofort vom Befehlshabenden erkannt und sicher zurück durch alle Absperrungen geleitet. Wir lauschten dann (gezwungenermaßen) noch eine dreiviertel Stunde dem Konzert bevor wir schlafen konnten.

02.06.2017 – Palermo

Wir hatten den ganzen Tag Zeit die Stadt zu erkunden und nutzten diese auch, gemütlich durch die Stadt spazierend. Besonders in Erinnerung ist mir der Englische Garten (Parco Piersanti Mattarella), das Teatro Politeama Garibaldi und die Aussicht von der Dachterrasse des Kaufhauses la Rinascente geblieben. Abends gingen wir alle gemeinsam noch einmal Fisch essen, um den Törn angemessen ausklingen zu lassen.

03.06.2017 – Rückreise 

Am Samstag hieß es dann endgültig Abschied nehmen, um die Rückreise in die Pfalz anzutreten. Mein Rückflug nach Frankfurt Hahn ging um 2100 ab Trapani. Von Palermo nahm ich den Bus zum Flughafen und ließ die karge Landschaft Siziliens zum Abschied auf mich wirken. Wie schon auf dem Hinflug gab es keinerlei Probleme beim einchecken. Pünktlich um 2330 landeten wir auf dem Hahn und mit dem Shuttleservice ging es dann direkt weiter zum Auto. 

Fazit

Meinen ersten Blauwassertörn habe ich sehr angenehm in Erinnerung. Die Crew passte gut zusammen und es gab keine Probleme. Auch sehr angenehm war, dass wir genügend Zeit hatten um Land und Leute kennenzulernen.

Für alle die tapfer den ganzen Text gelesen haben hier noch der Blogpost von Stephan zu diesem Törn.

Bilder

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(*) = Affilinatelink

Lars Matti

Pfälzer (kann man ja eigentlich nur durch Geburt werden) mit Migrationshintergrund aus Anhalt der versucht Ordnung in das Chaos zu bringen.

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